Staatsoper unter den Linden

Die Staatsoper Unter den Linden am Boulevard Unter den Linden im Berliner Ortsteil Mitte ist ein Teil der Stiftung Oper in Berlin. Sie geht auf eine Gründung Friedrichs des Großen aus dem Jahr 1741 zurück. Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff errichtete das Opernhaus bis 1743 im Stil des Friderizianischen Rokoko. Im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt, wurde es von 1951 bis 1955 nach Plänen Richard Paulicks als Teil des Forum Fridericianum wiederaufgebaut. Es ist das älteste Opernhaus Berlins und das „erste bedeutende Theater überhaupt, das als monumentales, freistehendes Bauwerk in einer Stadt errichtet wurde“.

Das Opernhaus war die Spielstätte folgender Ensembles: Königliche Oper (1742–1918), Preußische Staatsoper (1918–1933), Staatliche Oper (1933–1945), Deutsche Staatsoper (1955–1990).

Seit 1990 ist es die Spielstätte der Staatsoper Unter den Linden. Umgangssprachlich wurden und werden sowohl die Spielstätte als auch das Ensemble Lindenoper genannt.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde sowohl das Opernhaus als auch die Hofkapelle zunehmend interessant für bedeutende Künstler. Durch die Verpflichtung von Richard Strauss als Hofkapellmeister und Dirigenten wie Joseph Sucher, Karl Muck und Felix von Weingartner wuchs dem Orchester internationales Renommee zu.

Von 1918 bis 1939 war die Staatsoper Teil der Preußischen Staatstheater. Während der Zeit des Nationalsozialismus unterstand das Haus als Preußisches Staatstheater dem Ministerpräsidenten Hermann Göring. Jüdische Sänger, Musiker, Dirigenten und andere Mitarbeiter wurden aus dem Hause gedrängt. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude 1941 durch einen alliierten Luftangriff schwere Schäden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entschied der Ost-Berliner Magistrat 1951 das Gebäude wieder aufzubauen.
Trotz des vom Ost-West-Konflikt geprägten Berliner prangte auf dem Portikus der neue Name „Deutsche Staatsoper“. Das Haus wurde am 4. September 1955 mit einer festlichen Aufführung der Meistersinger von Nürnberg unter der Leitung von Franz Konwitschny wiedereröffnet. Die 1955 erfolgte Benennung Deutsche Staatsoper sollte die Bedeutung der DDR als eigenständiger deutscher Staat unterstreichen.

Um Verwechslungen mit der Deutschen Oper Berlin zu vermeiden, erhielt das Ensemble nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 den Namen Staatsoper Unter den Linden.
Seit 2004 bildet die Staatsoper Unter den Linden mit der Deutschen Oper, der Komischen Oper, dem Staatsballett und dem Bühnenservice die Stiftung Oper in Berlin.

Die Generalsanierung des Berliner Opernhauses ab 2010 kostete 400 Millionen Euro und dauerte statt der anfänglich geplanten drei Jahre schließlich sieben Jahre. Am 3. Oktober 2017 wurde das sanierte Opernhaus, das 1356 Sitzplätze bietet, mit einer Inszenierung von Robert Schumanns Szenen aus Goethes Faust wiedereröffnet. (Quelle: Wikipedia)