Maxim Gorki Theater

Das Maxim Gorki Theater im Berliner Ortsteil Mitte ist das kleinste der Berliner Staatstheater. Das Theater residiert am Boulevard Unter den Linden in der ehemaligen Singakademie, der ältesten gemischten Chorvereinigung der Welt. Das Gebäude wurde 1827 nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel als erster öffentlicher Konzertsaal in Berlin eröffnet. Nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und der Rekonstruktion eröffnete das Gebäude 1952 als Maxim Gorki Theater, benannt nach dem russisch-sowjetischen Schriftsteller Maxim Gorki, wieder.

In der kulturellen Periode der Entstalinisierung Ende der 1950er Jahre kam es unter dem Eindruck der Aufstände in der DDR, in Polen und in Ungarn zur Aufführung solcher Stücke wie Alfred Matusches Nacktes Gras und Heiner Müllers Die Korrektur sowie Der Lohndrücker. Heiner Müller war in jener Zeit als Dramaturg angestellt. Aufsehen erregte 1988 die DDR-Erstaufführung von Volker Brauns Die Übergangsgesellschaft in der Regie von Thomas Langhoff als Abgesang auf die gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR.

Heute versteht sich das Gorki Theater als Ort der allen Menschen offensteht, unabhängig von ihrer Herkunft, unabhängig davon, ob sie aufgrund von Flucht, Exil oder Einwanderung in Berlin leben.

Neben zeitgenössischen Inszenierunen Klassischer Werke umfasst das Programm auch literarische Uraufführungen, Gegenwartsstücke sowie Rechercheprojekte. (Quelle: Wikipedia)