Komische Oper Berlin
Die Komische Oper Berlin ist ein deutsches Opernhaus. Das Hauptgebäude befindet sich in der Behrenstraße im Berliner Ortsteil Mitte. Das Unternehmen produziert Opern, Operetten und Musicals. Die Komische Oper Berlin ist das kleinste der drei Berliner Opernhäuser und mit der Deutschen Oper, der Staatsoper Unter den Linden sowie dem Staatsballett Berlin und dem Bühnenservice Berlin Teil der Stiftung Oper in Berlin.
Der Name Komische Oper verweist auf die Tradition der französischen Opéra comique und ihren Anspruch eines modernen Musiktheaters.
Die Komische Oper Berlin steht für zeitgemäßes und lebendiges Musiktheater, in welchem Musik und szenische Handlung sich gegenseitig bedingen. Den Mittelpunkt bildet das Ensemble von Sänger-Darstellern, das sich in einem breit gefächerten Repertoire von Händel bis ins 21. Jahrhundert präsentiert. Von der Operngattung „Komische Oper“ gingen wesentliche Impulse für die Entwicklung des Musiktheaters aus. Die Wirkung dieser Impulse will heute die Komische Oper Berlin aufzeigen, indem sie die ganze Breite des Spektrums zeitgenössischer Regiehandschriften präsentiert.
Von 1904 bis 1944 befand sich Die Komische Oper in der Friedrichstraße 104 an der Weidendammer Brücke. Das Hauptgebäude in der Behrenstraße, welches bereits seit 1892 als Theatergebäude errichtet wurde, wechselte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einige Male den Eigentümer und Namen.
Im Jahr 1934 wurde das Theatergebäude verstaatlicht und in Staatliches Operettentheater umbenannt. Es wurde im Rahmen des NS-Unterhaltungs- und Freizeitprogramms „Kraft durch Freude“ der Nationalsozialisten betrieben. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile des Gebäudes sowie der Eingangsbereich und das Deckengemälde zerstört.
Nach dem Krieg befand sich das Theater in Ostdeutschland, da sich das Gebäude im Ostteil des geteilten Berlins befand. Nach einem provisorischen Wiederaufbau wurde das Theater im Dezember 1947 wiedereröffnet. Unter der Leitung des österreichischen Regisseurs Walter Felsenstein begann ein neues Kapitel in der Geschichte des Gebäudes.
In den folgenden Jahren erlangte die Komische Oper Berlin weltweite Anerkennung als Geburtsstätte des modernen Musiktheaters.
Dass alle Opern in deutscher Sprache aufgeführt wurden, stellte lange Zeit eine Besonderheit im internationalen Opernbetrieb dar. Auch diese künstlerische Grundentscheidung geht auf Walter Felsenstein zurück und ist Ausdruck seines Strebens nach Verständlichkeit und unmittelbarer Wirkungskraft des theatralischen Ereignisses, das bis heute für die Arbeit der Komischen Oper Berlin verbindliche Richtschnur geblieben ist.
Seit der Spielzeit 2023/24 befindet sich die Komische Oper Berlin für mindestens sechs Jahre in Sanierung. Insgesamt stellt der Berliner Senat 437 Millionen Euro für die Maßnahmen zur Verfügung. Als Ausweichquartier während der Sanierung dient das Schillertheater in Berlin-Charlottenburg. (Quelle: Wikipedia)