Bregenzer Festspiele

Die Bregenzer Festspiele sind ein Opern-, Musik- und Theaterfestival, das jährlich im Juli und August in der Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz in Österreich stattfindet.

Die größte Attraktion ist das Spiel auf dem See auf der weltweit größten Seebühne: meist eine Opernproduktion, immer gemeinsam mit den Wiener Symphonikern, welche den größten Beitrag zum Festival leisten.

Das Festival ist für die Schönheit der natürlichen Kulisse des Bodensees, überdimensionale Bühnenbilder, technische Kabinettstückchen und eine einzigartige Akustik bekannt, die durch die Technik des sog. Bregenzer Richtungshörens erreicht wird. Im Frühjahr 2008 fanden auf der Seebühne auch Dreharbeiten für den James-Bond-Film Ein Quantum Trost statt.

Das Programm der Bregenzer Festspiele umfasste 2024 etwa 80 Veranstaltungen, die von ca. 269.000 Zuschauern besucht wurden.

Das Festival wurde bereits in seinem ersten Jahr 1946 zu einem internationalen Ereignis. Menschen aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich kamen zu dem Festival. Zwei Bühnen wurden aus schwimmenden Kähnen gebaut. Bei den ersten Festspielen wurden als „Spiel auf dem See“  Mozarts als Ballett choreographierte Kleine Nachtmusik aufgeführt.

Nach einer Spende von Karl Deuring stand den Festspielen ab 1950 mit einer 6400 Personen fassenden Tribüne die größte Seebühne der Welt zur Verfügung und nach erneuten Erweiterungen mittlerweile sogar knapp 7000 Zuschauer fasst. Als Spiel auf dem See wurde jährlich eine große Produktion des Musiktheaters inszeniert, anfänglich meist Operetten, Singspiele oder Spielopern, seit den 1970er-Jahren vermehrt Opern des internationalen Repertoires und Musicals. Seit 1985 werden die Inszenierungen auf der Seebühne jeweils zwei Jahre lang gespielt.

Im Juli 2021 wurde ein Vertrag über das Projekt Sanierung und Erweiterung im Festspielbezirk unterzeichnet. Die Baumaßnahmen des auf 60 Millionen budgetierten Projektes sollen bis zum Sommer 2024 dauern, der Spielbetrieb soll dabei weiterlaufen. Der Bund übernahm dabei 40 Prozent, das Land 35 und die Stadt Bregenz 25 Prozent der Kosten, die restlichen 5,5 Millionen Euro müssen die Festspiele selbst aufbringen. Neben der Sanierung des Festspielhauses und der Tribüne soll zusätzlich zur bestehenden Werkstattbühne ein Mehrzweckgebäude mit Werkstätten errichtet werden. (Quelle: Wikipedia)